Neuseeland – Teil 3

Gletscher und Inlandseen

Vom Norden der Südinsel geht es am 25.11. weiter Richtung Süden. Unsere nächste Unterkunft ist am Cape Foulwind, wo wir am späten Nachmittag einen kurzen Spaziergang am Leuchtturm vorbei machen und dann noch zur hiesigen Robbenkollonie fahren, die allerdings sehr klein ist. Man kann die Tiere aus für sie sicherer Entfernung beobachten. Hier laufen auch „einheimische“ Vögel herum, die einem sogar recht nahe kommen.

Am nächsten Tag geht es an der rauhen Westküste weiter, unser erster Halt ist an den „Pancake Rocks“ mit den Blowholes. Hier sind wirklich sehr viele Menschen unterwegs, aber es wird kein Eintritt verlangt. Wir bleiben einige Zeit, denn die Wucht des Wassers, das durch enge Kanäle im interessant strukturierten Felsen bricht, ist einfach faszinierend und lässt und viele Fotos machen. Das Wetter wird leider immer schlechter und für den Abend ist sogar ein Gewitter angesagt. So nutzen wir die Zeit nach unserer Ankunft im Motel in Franz Josef dazu, noch eine knapp 1,5 Stunden Wanderung zum Gletscher von Franz Josef zu machen. Und hier bin ich wirklich geschockt. Vor 11 Jahren war ich schon einmal hier und kann nun mit eigenen Augen sehen, wie weit der Gletscher durch die Klimaerwärmung gewichen ist. Unglaublich, damals stand ich direkt am Gletschereis (an einer Stelle, an der man heute einfach so vorbeiwandert) und jetzt kann man nicht mehr hin, weil es zu weit weg und zu gefährlich ist.

Der Abend und der neue Tag bringen uns wirklich sehr heftigen Regen, weshalb wir spät aufstehen und ich mich um Teil 2 meines Reiseberichtes kümmern konnte. Zum Nachmittag lässt der Regen aber nach und wir fahren die knapp 20 km zum Fox-Gletscher. Hier ist es genauso schlimm. Man sieht kaum was vom Gletscher vom Parkplatz aus. Und ein Guide, mit dem ich mich unterhalte, erzählt, dass der Schwerregen ein paar Erdrutsche ausgelöst hat und man sogar mit Guide nicht weiter wandern kann. Wir fahren noch zum Lake Matheson, dem „Spiegelsee“. Wenn das Wetter schön ist und man sehr früh dort ist, kann man wunderbar die sich spiegelnde Bergkette sehen. Die Wanderung um den See ist sehr schön, ich fotografiere ein paar kleine Wasserfälle als Langzeitbelichtung und ein bisschen Spiegelung sehen wir trotzdem im See. Auch wenn es mehr Wolken als Berge sind.

Der nächste Tag beginnt mit Regen bei der Abfahrt in Richtung Landesinnere nach Wanaka an den gleichnamigen Inlandssee. Die Sonne kommt zwar auch immer wieder raus, aber als wir zu den großen Seen Wanaka und Hawea kommen, regnet es leicht und ist sehr stürmisch also nichts mit tollen Aussichten. Zum Abend hin, als wir im Hotel in Wanaka eingecheckt haben, verziehen sich die Wolken aber wieder ein bisschen und wir gehen noch kurz an den See. Im Hintergrund die schneebedeckten Berge und vorne im See der berühmte Baum im See. Den hatte ich schon auf so vielen Instagram-Bildern gesehen – und jetzt konnte ich ihn selbst ablichten!

Den Sonntag lassen wir etwas gemütlicher angehen, aber nachdem wir einiges vorhaben und das Wetter großartig ist, geht es über eine schöne Bergstraße Richtung Queenstown. Auf dem Weg dorthin machen wir aber noch kurz am Arthurs Point einen Halt – und schauen den Fahrkünsten der Jetboats zu. Wer auf diese Action steht – das kann man in Neuseeland auf einigen Flüssen buchen.

Aber wir haben heute noch was anderes vor – wir fahren bis ans obere Ende des Sees Wakatipu und über eine Pad noch ein großes Stück weiter – bis zum „Paradise“. Ja, das heißt wirklich so, auch wenn dort nur zwei Häuser stehen. Und es gibt noch einen Grund für mich, dorthin zu fahren – in einem weiten Flusstal wurde auch für „Lord of the Rings“ gedreht – und da ich Fan bin, will ich solche Orte natürlich sehen. Auf dem Rückweg halten wir noch kurz im Dorf Glenorchy und machen einen kleinen Spaziergang durch die schöne Lagune.

Der 30.11. startet wieder mit grandiosem Wetter, für uns geht es weiter zur nächsten Unterkunft. Aber wir fahren noch einmal nach Queenstown, um mit der Gondel auf den Berg zu fahren. Man hat hier eine absolut grandiose Aussicht und kann den Tandemgleitschirmfliegern zusehen. Irgendwann müssen wir aber doch wieder weiter, ein schönes Stück Fahrt liegt vor uns, dass uns den ganzen Lake Wakatipu entlang führt. Dann durchs Landesinnere an den nächsten See, den Lake Te Anau, wo unser Motel fast direkt am See liegt und ich abends noch den Sonnenuntergang fotografiere.

Und da mit diesem Tag auch der November zu Ende geht, will ich hiermit den dritten Teil meines Reiseberichtes abschließen.

Hier geht es zum Teil 4 unseres Urlaubsberichtes! Ihr habt den zweiten Bericht noch nicht gelesen? Den findet ihr hier!

Mehr Bilder der „Picturehunters“ findet ihr auf unserer Webseite!

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