Der Vulkan und bezaubernde Dörfer

Vorgeschichte
Bei meinem Besuch auf Sizilien im November letzten Jahres (hier der Reisebericht dazu) plante ich mit meiner Freundin Ulrike eine Fotoreise. Diese war für Fotografen gedacht, die in eine neue „Materie“, die Menschenfotografie, einsteigen wollen. Und dafür hatten wir diese Woche im Juni ausgesucht – sogar Fotosessions mit einem professionellen Model waren eingeplant.
Es gab einige Interessierte, leider aber keine Buchungen.
Um unser Konzept aber trotzdem zu testen und um ein paar Ideen von Ulrike für ihre Dörfer-Fotoreise im Oktober zu checken, war ich trotzdem auf dieser tollen Insel. Und so konnte ich die Arbeit und das Vergnügen und die schöne Zeit mit einer lieben Freundin verbinden – was will man mehr!

Dienstag, der 21. Juni: Auf nach Sizilien

Heute hieß es früh aufstehen, denn der Flug ging um 9 Uhr von München los. Wir haben es zum Glück nicht weit zum Flughafen und dieses Mal war es sogar schon hell, als mein Schatz und ich losfuhren.

Der Flieger startete recht pünktlich, über den Bergen konnte ich einige tolle Aufnahmen machen. Da ich aber sehr müde war, verschlief ich den halben Flug.
Ulrike holte mich am Flughafen ab, wir fuhren mit dem Stadtbus nach Catania. Unser erster Weg ging zum Hotel, wo wir erst einmal eincheckten und uns sortierten. Die Hitze war schon jetzt ziemlich heftig. Wir setzten uns zum Essen vor das kleine Restaurant direkt vorm Hotel, bevor es dann zu Fuß und mit der Metro zum Sightseeing ging.
Am kleinen Fischerhafen von Catania sollte ich dann etwas landestypisches kennenlernen: Das „Granita“. Diese tolle Erfrischung ist ähnlich wie ein „Wassereis“, es gibt verschiedenen Geschmacksrichtungen – und es ist sehr lecker!
Mit dem Bus und dann noch ein Stück zu Fuß machten wir uns dann auf den Rückweg zum Hotel. Leider vertrug mein Kopf die plötzliche Hitze nicht gut. Und so machten wir uns auf meinem Zimmer nur ein kurzes, kleines Abendessen mit Tomaten und Brot, bevor es für mich mit Tablette ins Bett ging…

Mittwoch, der 22. Juni: Catania-Sightseeing

Nach einer ruhigen Nacht in unserer schönen Unterkunft spazierten Ulrike und ich Richtung Markt, um in einem der typischen Lokale unser Frühstück zu zelebrieren. Und das wurde zu unserer „Routine“: Landestypisch „Granita“ mit Brioche, etwas unüblich der Cappu dazu, eine Flasche stilles Wasser und für mich noch verschiedenste andere Kleinigkeiten, denn in der Früh habe ich Hunger.
Dann ging es noch über den geschäftigen Markt und weiter zum Botanischen Garten. Die Kühle dort hat wunderbar gepasst, denn es war schon längst wieder sehr heiß geworden. Ich schaute mich etwas um, denn für Freitag war hier meine Modefotosession geplant.
Bald ging es zurück zum Hotel, wir packten unsere untergestellten Sachen und fuhren mit einem Taxi zur Bushaltestelle, von der aus es mit dem „Überlandbus“ zu Ulrike nach Hause ging.
In Linguaglossa war es ein kurzes Stück bis zur Ferienwohnung von Ulrike. Ich richtete mich bei Ulrike ein, auf den tollen Ausblick von ihrer Dachterrasse auf den Ätna hatte ich mich schon gefreut – den zeigt sie nämlich regelmäßig auf Instagram und macht einen ein bisschen neidisch damit.
Später starteten wir noch Richtung Meer  nach San Marco. Dort gibt es einen Strand, der aus kleineren Kieseln besteht. Und da kam ich dann endlich mal wieder ins Meer! Das hatte eine angenehme Temperatur und ich genoss das Schwimmen sehr! 
Direkt am Stand gingen wir dann noch in dem dortigen Restaurant sehr lecker Essen, ein wunderbarer Ausklang dieses Tages.

Donnerstag, der 23. Juni: Satorius-Krater und Fotosession am Strand

Wir fingen den Tag wieder gemütlich an, fuhren dann zum Sartorius-Krater, den wir nach einer kurzen Wanderung erreichten. Und im Gegensatz zu meinem letzten Besuch hier hatten wir tollsten Sonnenschein und der Ätna war auch sehr gut zu sehen.
Später ging es dann direkt runter zur Küste, denn heute war die Fotosession mit Giorgia zum Sonnenuntergang geplant. Zum Glück konnte sie sich noch Zeit nehmen, obwohl wir ihr leider für die Fotoreise absagen mussten.
Ulrike und ich erkundeten kurz den Strand, ich ging natürlich eine Runde schwimmen. Dann setzten wir uns in ein gemütliches Restaurant, bevor wir uns mit Giorgia trafen – und ich einen sehr kurzen, intensiven und tollen Fotoshoot hatte.
An dieser Stelle lieben Dank an Ulrike, die immer fleißig total coole „BTS“-Fotos macht – und so habe ich euch mal drei Bilder von mir in Action beigefügt.
Es wurde schon dunkel, als wir noch ein paar Dinge wegen unserem morgigen Fotoshoot besprachen, dann verabschiedeten wir uns und es ging im Dunkeln zurück nach Linguaglossa.

Freitag, der 24. Juni: Fashion-Shoot und Ätna-Tour

Heute hatten wir einen ganz besonderen Tag: Vormittags fuhren wir nach Catania, liehen uns bei Gigi Tropea tolle Outfits für unsere Fotosession mit Giorgia in Catania aus. Und ich fotografierte genau zur Mittagszeit im Botanischen Garten – was trotzdem super klappte!
Ulrike machte wieder einige BTS-Bilder, von denen ich für euch drei ausgesucht habe.
Nach der Fotosession mit den tollen Outfits blieb sogar noch Zeit, um ein paar Aufnahmen an der Küste zu machen. Das beige Kleid von Giorgia, mit dem ich sie gestern am Strand fotografiert hatte, gefiel mir so gut, dass wir heute auch och einige Bilder machten, bevor wir kurz vor 16 Uhr die wunderbaren Kleidungsstücke zurück in den Shop brachten. Ich zeigte ein paar unserer Ergebnisse, die Shopbesitzerin freute sich sehr über die tollen Aufnahmen. Mal sehen, ob es noch einen Blog mit Fotos von den Fotosessions geben wird – hättet ihr da Interesse dran?
Wir konnten uns noch kurz die Zeit nehmen, um mit Giorgia zum Abschluss ein Eis zu essen – und dann ging es von Meereshöhe Richtung Startpunkt für unsere Tour auf den Ätna. Die Zeit war schon etwas knapp, als wir in Piano Provenzana auf knapp 1.800 Metern Höhe ankamen. Schnell noch die langen Hosen und festen Schuhe angezogen, die Tickets für die Tour gekauft und ab Richtung Treffpunkt. Wir waren fast die letzten Gäste im „Bus“ hoch auf 3.000 Meter.
Auf 2.100 Meter gab es einen Stopp, wir wanderten ein kleines Stück zu einem Krater und hatten einen tollen Blick zum Ätna. Weiter ging es die holperige Strecke nach oben zum Observatorium. Dort war es ziemlich kühl und windig – und es ging noch einige Meter nach oben mit tollem Blick auf die großen Krater des Ätna. Und wenig später hatten wir einen tollen Sonnenuntergang. Was für ein Tag!
Den Veranstalter dieser Tour können wir auch sehr empfehlen – hier der Link zur Webseite von Etnalcantara.

Samstag, der 25. Juni: Ein ruhiger Tag

Diesen Tag gingen wir an. Wobei ich um halb 7 kurz wach war und gleich mal den Sonnenaufgang ablichtete.
Auch heute ging es erst einmal zum leckeren „Granita“-Frühstück, wir testeten quasi jeden Tag ein anderes Cafe.
Dann den kurzen Weg zurück zur Ferienwohnung von Ulrike und ran an die Laptops.
Ich wollte unbedingt die Fotos von den beiden Fotosessions mit Giorgia sichern und schon mal etwas die Ergebnisse checken.
Und da es eh wieder sehr warm war, verbrachten wir den halben Tag in der kühlen Wohnung von Ulrike.
Abends fuhren wir dann wieder zur Küste. Heute ging es ziemlich zu, klar, dass den Tag auch viele Familien für einen Ausflug ans Meer nutzten. Das Wasser war wieder angenehm kühl, wir schwammen eine Runde und gingen danach noch einmal lecker im Strandrestaurant zum Essen.

Sonntag, der 26. Juni: Richtung Süden

Heute ging die „Dörfer-Tour“ von Ulrike und mir los. Wir fuhren Richtung Süden und Landesinnere zuerst nach Ragusa Ibla. Dieses wunderschöne Dorf liegt auf zwei Hügeln. Wir spazierten durch die engen Gassen, ich bekam fast einen Hitzschlag, knapp 40 Grad sind nicht  unbedingt ideal zum Sightseeing… Am Domplatz gönnten wir uns lecker Granita und kaltes Wasser, dann ging es kurz in den Dom und durch weitere schöne Gassen zurück zum Parkplatz. Wir fuhren weiter zu unserem Tagesziel, Noto. Dort checkten wir im Hotel ein und spazierten zum Domplatz. Dann ging es auf die Suche nach einem Restaurant. Später ließen wir den Abend am Domplatz bei toller Gitarrenmusik ausklingen.

Montag, der 27. Juni: Wunderbare Dörfer Siziliens

Nach der Nacht in meinem seltsamen Zimmer packten wir schnell zusammen, hingen die Zimmerschlüssel auf und packten alles ins Auto. Dann ging es los Richtung Dom, wo wir nach kurzer Zeit in einem Cafe für unser Frühstück landeten.
Wir machten noch kurz ein paar Stories für Instagram fertig, bevor es wieder weiter ging – denn unser Hauptziel für heute war das schöne Küstendorf Marzamemi.
Wir fanden gleich bei der Altstadt einen günstigen Parkplatz und machten uns auf den Weg in die „City“. Es ist unglaublich schön hier, viele bunte Blumen, wunderbare Restaurants mit tollen Einrichtungen. Es sind sehr viele Fotos entstanden, wir konnten uns kaum satt sehen an den schönen Details des Dorfes.
Mittags setzten wir uns in eines der Strandrestaurants, aßen lecker Meeresfrüchte und genossen den Blick übers Meer.

Irgendwann hieß es dann aber doch Abschied nehmen, denn die Strecke nach Hause zu Ulrike war doch noch ganz schön lang. Trotzdem machten wir in der Nähe von Syrakus noch einen kleinen Abstecher zu einem Leuchtturm. Hier war kein Mensch weit und breit und das Meer direkt an den Klippen war sehr malerisch. 
Ich fotografierte die unterschiedlichen Salzpfützen, dann ging es den kurzen Weg zurück zum Auto (für das wir zum Glück einen Parkplatz im Schatten gefunden hatten) und heim nach Linguaglossa.

Dienstag, der 28. Juni: Es geht wieder heim

Anders als bei meiner Aprilreise hatte ich beschlossen, dieses Mal erst am Abend heim zu fliegen. Wegen der ursprünglich geplanten Fotoreise hätten Ulrike und ich an diesem Tag noch unser „Brainstorming“ gemacht. So wurde es einfach ein ruhiger Tag. Wir gönnten uns das übliche Frühstück, ich packte schon mal meinen Trolley weitestgehend fertig und dann sichteten wir noch einmal die Fotos der letzten Tage.
Später ging es ganz in Ruhe zum Flughafen, mein Koffer war sehr schnell eingecheckt und wir ratschten noch eine Runde.
Leider hatte mein Flug dann doch über eine Stunde Verspätung… Zur Zeit muss man aber froh sein, wenn Flüge überhaupt gehen und nicht einfach storniert werden.
So vertrieb ich mir die Zeit am Flughafen, schrieb noch etwas an meinem Reisetagebuch. Und hatte dieses Mal Glück! Ich konnte den Ätna im Abendlicht sehen und ein paar Fotos machen! Und der Platz neben mir war sogar frei.

Ich kam gut in München an, musste einige Zeit aufs Gepäck warten. Dann freute ich mich total, meinen Schatz endlich wieder zu sehen und mit ihm nach Hause zu fahren.

Fazit

Auch wenn es dieses Mal nicht mit unserem Plan einer gemeinsamen Fotoreise für interessierte Fotografen geklappt hat:
Ulrike und ich konnten einiges an Ideen sammeln für ihre zukünftigen Reisen. Und wir planen natürlich trotzdem eine Reise im nächsten Jahr, da haben wir schon neue Ideen gesammelt.

Wenn ihr mal eine Reise zu den nicht so bekannten, aber trotzdem besonderen Stellen auf Sizilien machen wollt, kann ich euch die Reiseseite von Ulrike sehr ans Herz legen! Schaut doch mal rein, vielleicht ist ja was für euch dabei?

2 thoughts on “Der Vulkan und bezaubernde Dörfer

  1. Aurelia Widmann

    Ein toller Bericht und super schöne Fotos!

  2. Barbara

    Wie immer sehr lesenswert und ein Freude durchzublätten!
    Das Blog-Layout find ich übrigens super – Text und Fotos in Blöcken, da hat man gleich einen tollen Überblick.

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