Photokina 2018

Die neuesten Fototrends in Köln

Schon seit vielen Jahren überlege ich mir den Besuch auf der Photokina. Da ich aber große Menschenmassen nicht so schätze und Köln auch nicht gerade um die Ecke von München ist, hatte mich das bisher eher von einem Besuch abgehalten. Dieses Jahr wollte ich es dann doch probieren, da auch viele meiner Lieblings-Fotografen vor Ort Liveshootings und Vorträge anbieten – mit Unterstützung meines Mannes sollten auch die Menschenmassen kein Problem sein.

Bevor ich nun meine Erfahrungen mit Euch teile, möchte ich an dieser Stelle noch einen Hinweis in eigener Sache loswerden.

Dieser Bericht spiegelt meinen ganz persönlicher Einblick wieder. Es findet kein Sponsoring oder ähnliches statt, wenngleich einzelne Marken oder Fotografen mehrfach erwähnt werden.

Die Vorbereitung

Vor ca. drei Wochen, als klar war, dass wir es dieses Jahr auf die Photokina schaffen werden, machte ich mich an die Online-Bestellung der Tickets. Sehr praktisch war, dass im Preis das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr dabei ist. Allerdings kostet die Karte für die Wochentage mit 35  € deutlich mehr als für den Samstag (12 €). Da ich aber vermutete, dass am Samstag noch mehr Leute vor Ort sein würden, entschieden wir uns für den Freitag. Dank Olympus hatte man auch die Gelegenheit an kostenlose Tickets zu kommen. Hierzu musste man sich für einen Newsletter registrieren und bekam zugleich noch ein online Ticket für den Playground! Selbstverständlich haben wir auch diese Option genutzt, somit konnte mein Mann sogar kostenlos an der Messe teilnehmen – wie cool war das denn!

Wir planten, den Aufenthalt in Köln um ein paar Tage zu erweitern, um auch den Landschaftspark Duisburg zu besuchen. Somit war klar, dass wir mit dem Auto anreisen würden, um uns flexibel in und um Köln bewegen zu können. Wir reisten also bereits am Donnerstag an. Nach gut fünfeinhalb Stunden Fahrt konnten wir am Nachmittag in einem Hotel unweit der Messe einchecken und den Abend gemütlich in der Innerstadt rund um den Dom ausklingen lassen.

Natürlich hatten wir uns bereits im Vorfeld über die Aussteller und Fotografen informiert und einen sehr straffen Stundenplan aufgestellt, wann wir an welchem Stand sein mussten, um keinen der für uns interessanten Vorträge zu verpassen.

Selbstverständlich war der Fuji-Stand im Fokus, da kurz vorher die neue X-T3 Kamera vorgestellt wurde. Ein weiteres Muss auf unserem Plan war auch der „Olympus Playground“, welchen ich bereits 2015 in München kennenlernen durfte und auch schon in einem Bericht darüber informiert hatte.

Natürlich sollten auch die aktuellen Trends begutachtet werden – also ein rundum „straffer“ Tagesplan.

Der Tag des Besuchs

Freitag, der 28. September 2018 – noch vor 10 Uhr machten wir uns auf den Weg zur S-Bahnstation. Zur Messe selbst waren es nur zwei Stationen und dort angekommen brauchte man nur den Menschenströmen folgen, um zum Eingang Süd zu kommen.

Der Check-In ging schnell und wir machten uns gleich auf den Weg Richtung Halle 4 zu Fujifilm. Da mein Mann und ich erst vor knapp einem Jahr auf dieses spiegellose System umgestiegen sind, haben uns die Präsentationen dort natürlich am meisten interessiert. Im Focus stand neben der X-T3 und H1 natürlich das neue Flaggschiff im Mittelformat die Fuji GFX50R (Nachfolgemodell der GFX50S). Die Theke um die einzelnen Kameras war extrem stark besucht, so dass man kaum selbst ein Gerät in die Finger bekam. Im Laufe des Tages konnten wir aber feststellen, dass das bei jedem anderen Anbieter nahezu gleich war.

Bald ging es mit dem ersten Vortrag von Jens Burger los. Er ist bekannt für die Einfachheit der Fotografie unter Verwendung von Dauerlicht und „Verweigerer von Blitzlicht“ (und ein großer Liebhaber vom Ringlicht). Anschließend schauten wir uns in den anderen Hallen um und kamen auch zu Felix Rachor, der gerade seinen Beauty-Bearbeitungs-Workflow zeigte und dabei immer auch auf die doch so wichtigen Tastenkürzel von Adobe Photoshop hinwies.

Ebenfalls auf einer der Fuji-Bühnen ging es später weiter mit einem Vortrag von Dieter Hirt, der wieder einmal zeigte, wie schön es sein kann, mit perfektem, aber handlichem und leichten Equipment zu arbeiten.

Für das Entertainment der Gäste wurde auch in den Hallenverbindungen in Form von Live-Bands und grandiosen Portraits-Ausstellungen gesorgt. Auch der DJI-Stand wurde besucht, denn wir sind weiterhin auf der Suche nach einer handlichen Drohne und das Modell Mavic Pro 2, mit dem mein Mann liebäugelt, musste genauer unter die Lupe genommen werden. Auch wenn man Drohnen mittlerweile kaum mehr offiziell einsetzen kann, weil es unglaublich viele Flugverbotszonen gibt, ist das doch ein interessanter Bereich, der heute ein unverzichtbarer Part in der Fotografie und Dokumentation ist.

Während ich meine X-T2 kostenlos reinigen ließ konnte ich dank etwas Glück die neue X-T3 testen – und zwar gleich mal mit einer Rollerbladerin und Samurais in Action. Und da merkte ich wieder, dass meine Modelle normalerweise ruhig stehen und ich noch viel zu wenig Erfahrung mit schnell beweglichen „Objekten“ habe.
Beim Liveshooting mit Mehl von Alexander Heinrichs und dem tollen Model Tessa Achtermann machte ich dann auch noch ein paar „Highspeedversuche“. Die Qualität alleine der jpg-Bilder der X-T3 ist wirklich toll und schnell ist sie auch. Ist dann halt nur Übungssache, alles korrekt einzusetzen.

Gegen 18 Uhr gab es noch einen Bericht im Bereich Reisefotografie. Seinem youtube-Kanal folgen wir schon lange, seine Aufnahmen sind einfach grandios – und jetzt erlebten wir ihn live auf der Bühne: Elia Locardi! Seine Aufnahmen aus unglaublich vielen Winkeln unserer Erde sind einfach ganz besonders.

Der letzte Vortrag des Tages war ein Shooting im „Maisfeld“ mit Peter Hawk, den ich nun auch endlich mal persönlich kennen lernen durfte. Der Vortrag war nach 20 Uhr vorbei und das war dann auch für uns der Zeitpunkt für den Aufbruch. 10 Stunden auf der Messe unterwegs waren dann doch lang genug.

Zu den Links:

Ich habe euch mal alle erwähnten Fotografen mit deren Seiten verlinkt. Ich möchte euch gerne zeigen, was diese Fotografen so alles machen, denn es sind alles Inspirationsquellen für mich und bei einigen habe ich schon Workshops besucht.

Fazit:

Es war ein wirklich interessanter Tag mit unglaublich vielen Eindrücken. Ein Tag reicht wirklich nicht, um alles zu erfassen und jeden Vortrag zu sehen. Wir hätten gerne noch andere Fotografen besucht, aber das war zeitlich einfach nicht möglich. Die ganzen Hersteller der verschiedenen Kamerasysteme, Lichtsysteme, sonstigen „Spielereien“ – man kann sicher auch einiges an Geld hier lassen.

Was uns allerdings echt enttäuscht hat, war der „Olympus Perspective Playground“. Wobei es auch fast logisch war, dass keine so großen Installationen wie 2015 in München aufgebaut werden konnten, denn da war der Event für etliche Wochen angesetzt. Aber wir hatten auf Grund der Werbung im Vorfeld etwas ganz anderes erwartet und so haben wir in dem Bereich praktisch keine Fotos gemacht. Und waren sehr froh, dass wir uns in keine Schlange zum Ausleihen einer Olympus angestellt haben. So war die fast leere Halle 1 auch schnell erledigt.

Wer übrigens gerne die durchaus spannende Geschichte hinter meinem ziemlich spontanen Systemwechsel lesen möchte, schaut einfach mal bei meinem Bericht von Mallorca 2017 vorbei! Im Jahr 2005 war ich digital mit Canon gestartet und das ging bis zu diesem Zeitpunkt gut – aber lest selbst!

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